By / 18th Februar, 2020 / Coaching / No Comments

Führung 4.0: Basiskompetenzen für Beratung, Coaching, Training und Führung

Die Anforderungen sind hoch: Führung über die hierarchische Position funktioniert in der Regel überhaupt nicht mehr, bzw. hat wahrscheinlich nie nachhaltig funktioniert. Nur heute, in Zeiten von kleineren Gewinn-Margen, Fachkräftemangel und einfachem Jobwechsel fallen Defizite im Führungsverhalten einfach schneller auf.

Das hohe Tempo bringt Unbeständigkeit, Unsicherheit sowie Komplexität & Mehrdeutigkeit in den Alltag – für die Führungskräfte UND die MitarbeiterInnen. Die geforderte Agilität im schnellen Wandel, erfordert ein neues Führungsverhalten.

Was es heute braucht, sind VUCA-Jongleure.

Volatility | Unbeständigkeit, Uncertainty | Unsicherheit, Complexity | Vielschichtigkeit, Ambiguity | Mehrdeutigkeit



Denn Hand aufs Herz!
Wie soll es funktionieren, mit nur einem Führungsstil verschiedenen MitarbeiterInnen oder Teams zu motivieren, zu trainieren, auszurichten, Konflikte zu lösen, Prozesse zu verbessern oder konstruktiv unterschiedliche Wertvorstellungen zusammenzubringen?

Es bedarf einem situativen Mix, aus sieben Talenten, die ein außergewöhnlich hohes Maß an Handlungsflexibilität nach sich ziehen. Eine Kombination aus präventiv wirkenden Rahmenbedingungen, sozial-intelligenten Methoden und kontinuierlichem Training – mit dem Ziel, dass Führungskräfte und Teams im Schulterschluss Ihre Aufgaben bewältigen.



Menschen verstehen & verstanden werden

Der wachstumsorientierte Evolutionsmanager

Unser aller Verhalten wird durch unsere jeweilige, entwicklungsbedingte Prägung bestimmt. Diese zu (er-)kennen und zu wissen, wie damit umzugehen ist, ist die Grundlage erfolgreicher Führung.
Denn Miss-Verständnisse, wie wir alle wissen, sind die Basis jeder Kommunikation.

Mangelndes Verstehen:

Hohe Frustration – Erfolge fehlen |
Hoher Ressourceneinsatz notwendig |
Gefühl des „Nicht-Genügen“ |
Jobwechsel

Wie schön ist es da, mit dem richtigen Analyse-Instrument die natürlichen Beweg-Gründe im Blick zu haben – von anderen und von uns selbst. Das Ergebnis: verstehen und verstanden werden.

Wir greifen hier auf das „Enneagramm“ zurück, welches die Auswirkungen unterschiedlicher Prägungen prägnant auf den Punkt bringt.


Motivation & De-Motivation aktiv beeinflussen

Der ehrlich-kreative Imageentwickler

Nachhaltige Motivation entsteht nicht durch das Gehalt oder den Dienstwagen.

Wildwuchs im Info-Fluss

Misserfolge stehen im Fokus |
Leistung wird nicht gesehen |
Demotivatoin

Was motiviert, sind die Herausforderungen, die wir meistern. Die Probleme die wir aus dem Weg räumen. Das was wir sehen, was wir am Abend geschafft haben – ganz besonders, wenn wir es mit anderen gemeinsam geschafft haben.

Willkommen in der Welt der Teamentwicklung:

  • Visionen erschaffen
  • Ergebnisse und Erfolge gekonnt in Szene setzten
  • Misserfolge als Wachstumsgenerator nutzen und Lösungswege darstellen
  • Das Gefühl „wir schaffen alles“ systematisch aufbauen und jeden Tag aufs Neue wecken


Gewohnheiten & Entwicklungen nachhaltig steuern

Der takt-starke Dirigent

Die Führungskraft muss eine Aufgabe nicht besser können als die Mitarbeiter. Sie muss sie aber befähigen können – befähigen die Aufgabe zu meistern und die Verantwortung

Verzettelte Koordination:

Wildwuchs in Prozessen, Vorlagen etc. |
Fehlervertuschung statt Fehlernutzung |
sinkender Teamspirit

dafür zu übernehmen.
Hierbei sind Gewohnheiten entweder der beste Freund oder ein zäher Feind.

Es gilt eine Talente-orientierte Aufgabenverteilung, kombiniert mit Selbst- und Ergebnisverantwortung zu initiieren. Eine Fehler-Kultur zu entwickeln – „Stärken“ trainieren und „Schwachstellen“ lösen (Gewohnheiten ändern).


Emotion & Transformation

Der agile Kommunikationskünstler

Emotionale Verstrickungen, feststecken in Sackgassen oder verhärtete Fronten, sind nur drei alltägliche Herausforderungen von Führungskräften.

Frozen Feelings:

Missverständnisse |
Gefühl, unverstanden zu sein |
Kettenreation von Gerüchten,
Verletztheit, Blockaden …

Es gilt das Gegenüber in der individuellen Emotion „abzuholen“ und hin-zuführen, in einen emotionalen Zustand, der Kreativität, Offenheit und Verständnis ermöglicht.


Wort-Gefechte konstruktiv lenken

Der vertrauenswürdige Konfliktmanager

Auf kaum einem anderen Gebiet kann sich die Führungskraft einen derart nachhaltigen Respekt verdienen, als beim Managen von Konflikten.

Ignoriert, werden sie zu Dynamit:

Konflikte nehmen an Kraft zu |
Unsicherheit, Sprachlosigkeit nehmen zu

Entscheidend ist der Umgang: Angefangen bei den Rahmenbedingungen, die schon im Vorfeld zur Konfliktprävention geschaffen werden, bis hin zum direkten Einschreiten im Konfliktfall.

Differenzen oder Unstimmigkeiten sind wahrnehmbar? Die Devise muss lauten: Störungen haben immer Vorrang.


Transfer- und Projektmanagement-Kompetenzen entwickeln

Der system-strategische Planer

Ideen, Projekte, Pläne – am Ende soll immer ein Ergebnis stehen, so viel ist klar. Dennoch tun sich viele Unternehmen schwer dabei die Zielerreichung zu tatsächlich strategisch zu planen.
Das Ergebnis: man weiß oft nicht wo man hin will und der Weg dort hin ist auch noch unklar.

Mangelhafte Planung

Chaos | Ressourcen-Verluste |
Orientierungslosigkeit | Frustration |
Unnötiges Stresspotential

Eine gute Führungskraft ist in der Lage die wenigen, erfolgskritischen Parameter einer Sache zu erkennen. Und daraus entsprechend eine system-strategische Planung zu entwickeln. Es wird Klarheit über das gewünschte Ergebnis geschaffen, Stolpersteine erkannt und eine nachhaltige Meilensteinplanung erstellt.


Führung kultivieren

Der sozial intelligente Humanist (oder VUCA-Jongleur)

  • Um mit der Unbeständigkeit (VOLATILITY) unseres Arbeitsalltages umgehen zu können, braucht es echtes Interesse an den Menschen, die mit uns gemeinsam die Aufgaben erfüllen müssen.
    Nur wer verstanden wird, wird auf Zuruf so reagieren, wie der Auftrag es braucht. Kennt die Führungskraft die Talente, bzw. die Stressoren seiner Mitarbeiter, so findet sie die richtigen Worte, um sozial intelligent zu führen. Freiwilligkeit – auch in unbeständigen Zeiten – ist das Ergebnis.
  • Um mit den Unsicherheiten (UNCERTAINTY) des raschen Wandels umgehen zu können, braucht es Mut. Mut Bewährtes zu nutzen oder auch, um es fallen zu lassen und Neues auszuprobieren.
    Hierfür braucht es eine sehr offene und trotzdem richtungsweisende Führungskultur.
  • Aufgaben, Informationen oder Abläufe sind derart komplex (COMPLEXITY) geworden, dass Ursache und Wirkung, Aktion und Re-Aktion kaum mehr die Erfassung des Ursprungs zulassen. Entscheidungen werden zu einem schwer steuerbaren Geflecht.
    statt sich ärgern,
    doch lieber die Kompetenzen erweitern

    Die Sachlage erfassen, die emotionalen Kettenreaktionen erkennen und dann die zum Erfolg führende Entscheidung zu treffen ist schwer. Hier hilft es gut zuzuhören. Durch das initiieren einer Meeting-Kultur, am besten mit einer Methode, die alle zu Wort kommen lässt und zu einer maximal guten Entscheidung führen kann.

  • Mehrdeutigkeit (AMBIGUITY) – ist die wohl größte Herausforderung für jede Führungskraft. „One fits all“ und „best practice“ waren gestern – selten ist etwas ganz eindeutig oder ganz exakt bestimmbar. Partnerschaftlich, situativ führen zu können wird zum Erfolgsfaktor.

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